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Neues aus Niederwürzbach und Seelbach im Jahr 2019

 

Neujahrsempfang des CDU-Ortsvereins Niederwürzbach 13.01.2019

Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Niederwürzbach 20.01.2019

 

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Neujahrsempfang des CDU-Ortsvereins Niederwürzbach   13.01.2019

                                                 (die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern!)

"Spaltung der Gesellschaft überwinden"    

                                         

„Neues Jahr – neuer Vorsitzender“, begrüßte Patrick Hüther die Gäste zum traditionellen Neujahrsempfang der CDU Niederwürzbach. Und es ist gute Sitte im Dorf am Weiher, dass auch der politische Gegner beim Empfang dabei ist. So waren etliche Orts- und Stadtratsmitglieder der SPD vertreten. In diesem Jahr hatte man Ministerpräsident Tobias Hans als Gastredner gewinnen können. Und im Jahr des Kommunal- und Bürgermeisterwahlkampfes stand auch Amtsinhaberin Annelie Faber-Wegener ganz oben auf der Rednerliste. Patrick Hüther ging bei seiner Begrüßung kurz auf Würzbacher Probleme ein.

So forderte er ein Brückenkonzept für alle städtischen Brücken, denn auch in Niederwürzbach ist wieder eine Brücke über einen Weiherarm gesperrt. Gegen den Willen der CDU habe die Mehrheit im Ortsrat den Bau weiterer Parkplätze am Friedhof verhindert, stattdessen habe man einen Schotterweg ins  Allmend realisiert, „auf dem kein Kinderwagen fahren kann“, wie der neue Ortsvorsitzende kritisch anmerkte. Er wünschte sich für seine Partei wieder mehr Vertrauen, auf den Listen für die kommende Wahl habe man eine gute Mischung zwischen altbewährten und neuen Kräften gefunden.

                                              

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans, sozusagen auf der Durchreise von Münchwies nach Potsdam, hat eine besondere Beziehung zu Niederwürzbach, schließlich sei Günter Becker ja sehr lange sein Fraktionskollege gewesen. Der CDU-Politiker mahnte mehr Respekt und gegenseitige Achtung an, es gelte die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden. Hans zeigte sich gut informiert über das Ortsgeschehen. So lobte er Kurt Schwarz für dessen Engagement für die Lourdesgrotte.

Den Ortsverband der CDU lobte er ausdrücklich für den gelungenen Generationswechsel an der Parteispitze im Ort. Natürlich ging der Ministerpräsident auch auf die Teilentschuldung der Kommunen durch den Saarland-Pakt ein: „Politik muss den Menschen nützen. Deshalb haben wir auch Wort gehalten und den Kommunen wieder Spielraum für Investitionen geschaffen“, unterstrich der Ministerpräsident. Aber nicht nur die Kommunen wolle man stärken, auch die Hochschulen und den Mittelstand gelte es zu fördern, so der CDU-Landesvorsitzende. Großen Applaus dann auch für ihn, wie später auch für Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener. Die konnte mit einer Ankündigung punkten: Für das kommende Jahr versprach sie den Feuerwehrleuten aus Niederwürzbach ein neues Löschfahrzeug, was vor allem die anwesenden Feuerwehrmänner jubeln ließ.

                                                  

Die Verwaltungschefin ging auf die schwierigen Aufgaben der Feuerwehren ein, vor allem im vergangenen Jahr seien diese auch durch Naturereignisse besonders gefordert gewesen. Deshalb hat sie die Wehrleute und ihre Partner auch für das kommende Wochenende zu einem Dankeschön-Fest eingeladen: Da gibt es dann ein warmes Essen anstatt nur warmer Worte“, unterstrich die Bürgermeisterin. Sie erinnerte an den Kraftakt Bau der neuen Würzbachhalle und versprach für die Hallenstraße ein neues Gebäude, nämlich eine Seniorenresidenz. 

Diese Einrichtung sei ein Vorschlag der Niederwürzbacher CDU gewesen. Wie Insider wissen, hat der frühere Landtagsabgeordnete Günter Becker hier viele Wege geebnet und den Investoren sozusagen schmackhaft gemacht. Diese Seniorenresidenz, so die Bürgermeisterin, sei eine gute Ergänzung der örtlichen Infrastruktur und durch den Standort mitten im Ort und in der Nähe des Naherholungsgebietes Würzbacher Weiher der ideale Platz für eine solche Einrichtung.

                                                     

Am Ende des Neujahrsempfang hat traditionell Marcel Vogelgesang, Maire aus dem französischen Ormesviller, das letzte Wort. Er ging auf die Entwicklungen in seinem Heimatland ein, die ihm vieler Sorgen bereiteten. Aber im „kleinen Grenzverkehr“ sieht der französische Maire die große Chance: „In der großen Politik wird Europa struktuiert, im Kleinen wird Europa gelebt“, Vogelsang. (Text: Saarbrücker Zeitung 15. 01.2019, Erich Schwarz)

                                                   

Zum Neujahrsempfang der CDU gibt es auch eine Bildershow.

                              

 

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Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Niederwürzbach   20.01.2019

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Bernd Hertzler sucht die Augenhöhe

                                                    

Proppenvoll war auch in diesem Jahr wieder der Saal des Feuerwehrhauses in Niederwürzbach beim Neujahrsempfang der SPD. Man hatte in diesem Wahljahr auf die "große Politprominenz" auf der Rednerliste verzichtet, stattdessen bot man dem Bürgermeisterkandidaten der Sozialdemokraten, Bernd Hertzler, eine Plattform, sich auch dem Niederwürzbacher Publikum zu präsentieren. Aber der Reihe nach: Der Vorsitzende der Würzbacher SPD, Harald Pauly begrüßte die "gut gelaunten Gäste" und überbrachte die Botschaft von Friede, Freundschaft und gegenseitiger Achtung. Er begrüßte auch die Ehrengäste, unter ihnen der Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag, Stefan Pauluhn, der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Dieter Hamm, und wie in jedem Jahr der frühere Landrat Clemens Lindemann, dem - auch wie in jedem Jahr - ein besonders herzlicher Applaus beschert war.

                                                                   

Der Bürgermeisterkandidat der Blieskastler SPD, Bernd Hertzler, stellte in einer sachlichen Rede noch einmal die Eckpunkte seines Programmes vor. So ging er auf das Gebäude- und Baustellenmanagement ein und plädierte in diesem Zusammenhang bei den demnächst beginnenden Bauarbeiten am Altstadtrand Ost für ein verbessertes ÖPNV-Angebot für Senioren und nicht mehr so mobile Bürger. Er wolle die Verwaltung wieder "kundennah und unbürokratisch in den Dienst der Bürger stellen" und Verwaltungshandeln transparent machen: "Ich werde mit den Bürgern offen, ehrlich und auch Augenhöhe kommunizieren", versprach der Kandidat der Genossen. Er wolle den Bürgerinnen und Bürgerneine gute Infastruktur mit Schulen, bei der Kinderbetreuung und bei ihren Freizeitaktivitäten bieten. Hierbei nannte er ein Schwimmbad für Blieskastel unerlässlich. Und bei einer besseren touristischen Vermarktung der Region spiele auch das Naherholungsgebiet Würzbacher Weiher und die historischen Gebäude des Ortes eine große Rolle. Auch gelte es, den Bau des Biosphärenhauses nun zügig zu planen. In besserer interkommunaler Zusammenarbeit sieht Hertzler noch erhebliche Einsparmöglichkeiten. Hertzler erwähnte auch noch, dass er sich für die Kreismittel zur Sanierung des Freizeitzentrums bei Landrat Theophil Gallo eingesetzt habe.

                                                                       

Und nach der Rede des Bürgermeisterkandidaten, dem die anwesenden Genossinen und Genossen krtäftig applaudierten, zog dann Niederwürzbachs Ortsvorsteherin Petra Linz die Bilanz ihrer Tätigkeit seit den letzten Kommunalwahlen. Und wenn man den martialischen Begriff "Wahlkampf" gebraucht, so könnte man sagen, die Ortsvorsteherin hatte an diesem Sonntagvormittag aus allen Rohren und mit ganz scharfer rhetorischer Munition geschossen. Sie nahm die Gäste auf einen gedanklichen Orstrundgang mit, erläuterte dabei - getreu dem Politikermotto "Tue Gutes und rede darüber" -  die eigenen Verdienste und die ihrer SPD-Mitstreiter. Die anwesenden CDU-Mandatsträger (eine Woche zuvor waren umgekehrt auch viele SPDler auf dem Neujahrsempfang der CDU) mussten ziemlich schlucken und ordentlich Hiebe einstecken. Die anwesende Bürgermeisterin Annelie Faber Wegener bekam ebenso "ihr Fett" weg wie auch der alte (Michael Wons) und der neue CDU-Vorsitzende Patrick Hüther, die persönlich verbal attackiert wurden. Falsche politische Entscheidungen warf Linz den CDU-Kollegen im Ortsrat und der Mehrheit im Stadtrat vor, der Bürgermeisterin unter anderem einen nicht seriösen Umgang mit Wahlversprechen. Sie erwarte, so Linz ironisch, dass kurz vor der Wahl noch ein "Wunderkaninchen aus dem Hut gezaubert" werde. Man darf gespannt sein, ob bei der Schärfe dieser Angriffe in Zukunft noch gegenseitige Besuche bei Neuhahrsempfängen beibehalten werden, hieß es beim Empfang.

                                                       

Während des Neujahrsempfangs wurde Dieter Schnepp auf Vorschlag der Würzbacher SPD von  Clemens Lindemann für seine Verdienste für den Ort geehrt.

Traditionell wurde der SPD-Treff mit dem "Bergmannsfrühstück" beendet. (Text: Saarbrücker Zeitung 22. 01.2019, Erich Schwarz)

                                                     

Zum Neujahrsempfang der SPD gibt es auch eine Bildershow.
                              

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Neues aus Niederwürzbach und Seelbach im Jahr 2018