Bauernregeln


                                         Bauernregeln

Schon lange Zeit bevor die auf wissenschaftlicher Forschung gründende Wetterbeobachtung Einzug in unseren Alltag hielt, war das Wetter für die Menschen von großer Wichtigkeit. Vor allem für die Landwirtschaft war es schon immer von großer Bedeutung. Hängt doch für sie der Lebensunterhalt vom Verlauf des Wetters ab. Der Landwirt hat daher seit vielen Jahrhunderten den Wetterablauf genau beobachtet, daraus seine Schlüsse gezogen  und Vorhersagen gebildet. Er hat versucht, gewisse Regeln zu finden, die ihm halfen, das Wetter vorherzusagen. Wir nennen diese heute „Bauernregeln". Neue Forschungen haben gezeigt, dass diesen bäuerlichen Wetterregeln eine gewisse Berechtigung nicht abzusprechen ist, dass sie teilweise sogar erstaunlich genaue Wettervorhersagen erlauben.

                                                                                                                                                                          

Monat Juli

Im alten römischen Kalender, in dem das Jahr mit dem März begann, war der Juli urprünglich der fünfte Monat des Jahres und hieß „Quintilis“ (lat. quintus = der Fünfte). Nach seiner Umbenennung im Jahre 44 v. Chr. wurde dieser Monat nach dem römischen Staatsmann Gaius Iulius Cäsar „Iulius“ genannt. Seit 153 v.Chr. beginnt das neue Jahr am 1. Januar. Dadurch entfiel die Beziehung zwischen Namen und Zählung.  
Der Juli (lat. Iulius) ist im Gregorianischen Kalender der siebte Monat des Jahres und hat 31 Tage.           
Alte deutsche Namen sind Hewimanoth (Ahd.), Heuert und Heumonat. Im Monat Juli wird meistens die erste Heumahd eingebracht.

Bauernregeln:

Wenn die Fledermäuse emsig abends fliegen, wird im Juli das gute Wetter siegen.

Mariä Heimsuchung (2. Juli) wird es gestellt, wie das Wetter sich 40 Tage verhält.

Nur in der Juliglut wird Obst und Wein gut.

Wenn im Juli die Sonne scheint, sie's gut mit dem Weizen meint.

Regen am Ulrichstag (4. Juli) , macht Birnen wurmstichig und mad.           

Im Juli warmen Sonnenschein, macht alle Früchte reif und fein.  

So gülden die Sonn' im Juli strahlt, so gülden sich's Getreide mahlt.

Bei Donner man im Julius viel Regen noch erwarten muss.

Ohne Tau keinen Regen, so heisst es im Juli allerwegen.

Heißer Julei, verheisst guten Wei.

Wenn Alexius (17. Juli) verregnet heuer, werden Getreide und Früchte teuer.

Die erste Birn' bringt Margaret' (20. Juli) , darauf überall die Ernt' angeht!

Hundstage (23. Juli Hundstagebeginn) klar und hell, wird's ein gutes Jahr, ganz schnell.

Klar muss Apollinaris sein (23. Juli), soll der Bauer sich freun.

St. Jakobi (25.Juli) klar und rein, wird das Christfest frostig sein.

Durch zu viel Juliregen, schwindet der Erntesegen.

Ringt im Juli das Weidevieh nach Luft, riecht es schon Gewitterduft.

St. Anna (26. Juli) erst vorbei, kommt der Morgen kühl herbei.

Regnet's zum Juli hinaus, guckt der Bauer nicht gern aus dem Haus.

Wenn nass und kalt der Juli war, verdirbt es meist das ganze Jahr.

Ziehen die Schwalben bereits fort, wird's bald kälter an diesem Ort.

Genauso wie der Juli war, wird nächstes Jahr der Januar.

(Seitenanfang)

 

 

Weitere Bauernregeln finden Sie hier ! Gewünschtes bitte anklicken !

Bauernregeln     Januar - Juni

Bauernregeln   Juli - Dezember