Bauernregeln


                                         Bauernregeln

Schon lange Zeit bevor die auf wissenschaftlicher Forschung gründende Wetterbeobachtung Einzug in unseren Alltag hielt, war das Wetter für die Menschen von großer Wichtigkeit. Vor allem für die Landwirtschaft war es schon immer von großer Bedeutung. Hängt doch für sie der Lebensunterhalt vom Verlauf des Wetters ab. Der Landwirt hat daher seit vielen Jahrhunderten den Wetterablauf genau beobachtet, daraus seine Schlüsse gezogen  und Vorhersagen gebildet. Er hat versucht, gewisse Regeln zu finden, die ihm halfen, das Wetter vorherzusagen. Wir nennen diese heute „Bauernregeln". Neue Forschungen haben gezeigt, dass diesen bäuerlichen Wetterregeln eine gewisse Berechtigung nicht abzusprechen ist, dass sie teilweise sogar erstaunlich genaue Wettervorhersagen erlauben.

                                                                                                                                                                          

Monat Juni

Der Monat Juni war im alten römischen Kalender ursprünglich der vierte Monat des Jahres. Im gregorianischen Kalender ist er der sechste Monat. Er hat 30 Tage.
Der Name Juni geht wohl auf die römische Himmelsgöttin Juno (Iunonius) zurück. Sie war die Beschützerin der Ehe und des Lichtes. Die Römer weihten ihr diesen Monat: Iunonius (mensis). Mensis = Monat.
Karl der Große ließ die alten römischen Monatsnamen durch germanische Namen ersetzen. So hieß der Juni im altdeutschen Brachmanoth, d.h. Brachmonat,  ein  Monat der abgeernteten und noch nicht wieder neu bestellten Felder. -  Eine Brache ist ein aus wirtschaftlichen oder regenerativen Gründen unbestelltes Stück Land. Im Mittelalter war in Europa die Dreifelderwirtschaft die vorherschende Anbauform in der Landwirtschaft. Die gesamte Anbufläche wurde dabei in drei Teile unterteilt. Jeder dieser Teil lag ein Jahr brach, damit der Boden sich wieder erholen konnte.

Bauernregeln:

Auf den Juni kommt es an, ob die Ernte soll bestahn.

Schönes Wetter auf Fortunat (1. Juni) ein gutes Jahr zu bedeuten hat.

Soll gedeihn Korn und Wein, muss im Juni Regen sein.

Bleibt der Juni kühl, wird dem Bauern schwül.

Im Juni bleibt man gerne stehen, um nach Regen auszusehen.

Wie's Wetter am Medardustag (8. Juni), so bleibt es vier Wochen noch danach.

Juniregen, reichlich Segen.

Ist der Juni warm und nass, haben Bauer und Gärtner Spaß.

Wenn St. Anton (13. Juni) gut Wetter lacht, St. Peter (29. Juni) viel Wasser macht.

Wenn im Juni der Nordwind weht, das Korn zur Ernte trefflich steht.

Hat der Wein abgeblüht auf St. Vit (15. Juni), bringt er ein schönes Weinjahr mit.

Juni trocken mehr als nass, füllt mit gutem Wein das Fass.

Nordwind, der im Juni weht, nicht im besten Rufe steht. Kommt er an mit kaltem Gruß, bald Gewitter folgen muss.

Wenn die Schwalben niedrig fliegen, wird man Regenwetter kriegen.

Wie die Junihitze sich stellt, so sich auch die Dezemberkälte verhält.

Bläst der Wind zur Sonnenwend' (21. Juni), im Juli die sonne heiß brennt.

Vor Johanni (24.Juni) bet' um Regen, später kommt er ungelegen.

Wie soll das Juniwetter sein? Schön warm, mit Regen und mit Sonnenschein.

Wie's Wetter ist am Siebenschläfertag (27. Juni), es sieben Wochen bleiben mag.

War's im Juni kalt und nass, macht oft's restliche Jahr mehr kein' Spaß.

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